Pannenselbsthilfe – diese zehn Dinge brauchen Sie im Pannenfall

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Blog: Diese 10 Dinge brauchen Sie im Pannenfall

Die Dinge, die man bei einer Autopanne dabeihaben sollten, reichen von der richtigen Ausrüstung für die Absicherung der Pannenstelle bis hin zu Verbandszeug und starken Nerven. Allein der ADAC leistet jedes Jahr fast vier Millionen Mal Pannenhilfe. Wer die richtige Ausrüstung dabeihat, weiß sich bei kleinere Pannen mit dem Wagen selbst zu helfen und muss nicht lange auf die Pannenhelfer warten. Ausschlaggebend ist bei allen Autopannen von vorneherein das richtige Verhalten. Nicht plötzlich abbremsen, sondern den nachkommenden Verkehr beachten. Rechtzeitig die Warnblinkanlage anschalten, ab auf den Standstreifen und die Pannenstelle sichern. Wir verraten, welche zehn Dinge Sie bei Autopannen dabeihaben sollten und welche Dinge bei Pannen vom Gesetzgeber gefordert werden.

Nie wieder Tankpannen dank Reservekanister

Eines von vielen Pannenszenarien: Das Tankstellennetz auf der Urlaubsfahrt stellt sich als mangelhaft heraus. Die Tankanzeige neigt sich Schritt für Schitt dem Leerstand zu, aber Tankstellen sind nirgendwo in Sicht. Um Tankpannen zu vermeiden, führen viele Fahrzeugbesitzer volle Reservekanister im Kofferraum mit. Besonders auf längeren Fahrten kann es aus Spritgründen durchaus zur ein oder anderen Panne kommen. Laut TÜV Nord dürfen Reservespritrationen bis zu 20 Liter enthalten. Die übliche Ration liegt bei etwa zehn Litern, wie sie beispielsweise im Cartrend 7740056 Reserve Kraftstoff-Kanister aus PVC unterkommen. Bei der Kanisterauswahl empfiehlt der TÜV, auf die UN-Zulassung und die Kippsicherheit zu achten. Außerdem muss der Tankvorratsbehälter der DIN-Norm 7274 oder 16904 gerecht werden und sollte nicht älter als fünf Jahre sein.

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Pannenstelle absichern – diese Dinge sind Pflicht

Schon mal Paragraph 53a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) gelesen? Ihnen als Autofahrer gibt der Paragraph die deutschlandweit gültigen Richtlinien zur Beschaffenheit der Warnvorrichtungen in und an Ihrem Kraftfahrzeug vor. Zu den Warnvorrichtungen zählen neben dem Warndreieck die Warnweste, die Warnleuchte und die Warnblinkanlage. Bei Panne und Unfällen sind Warnvorrichtungen unbedingt vonnöten.

Warnweste für Ihre Sicherheit

Die Warnwestenpflicht gilt in Deutschland seit Sommer 2014: Wer ohne Warnweste erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 15 Euro rechnen. Mindestens eine Warnweste pro Fahrzeug müssen Sie dabeihaben. Zwar regelt das Gesetz lediglich die Mitführpflicht und zwingt im Pannenfall nicht zum Überziehen, allerdings bleibt Ihnen nach einem Unfall kaum etwas Anderes übrig, als aus dem Fahrzeug zu steigen. Mit einer Warnweste werden Sie in dieser Situation von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen. Die Warnwestenmitführpflicht gilt übrigens nicht nur in Deutschland, sondern auch in Ländern wie Belgien, Frankreich, Österreich, Portugal und Tschechien. In Italien, Finnland, Luxemburg und Spanien müssen die Westen sogar zwingend angelegt werden, sobald Sie Ihr Fahrzeug verlassen und sich auf der Fahrbahn bewegen. Idealerweise haben Sie immer so viele Warnwesten im Auto wie Insassen. Im Falle einer Panne raten Experten dazu, aus dem Auto auszusteigen und sich gegebenenfalls hinter die Leitplanke in Sicherheit zu bringen. Beim Kauf von Warnwesten dringend auf die vorschriftsmäßige Fertigung achten. Ganz nach Vorschrift verhält sich zum Beispiel die gelbe und knitterfreie Warnweste EN471 in Uni-Standardgröße.

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Warndreieck zur Sicherung der Pannenstelle

Wie die Warnweste hilft Ihnen auch das gesetzlich vorgeschriebene Warndreieck bei der Absicherung von Pannen- oder Unfallstellen. Im Pannenfall gilt grundsätzlich:

  • Fahrzeug am äußersten Fahrbahnrand abstellen, wo Sie Standstreifen oder Nothaltebuchten nutzen.
  • Warnblinkanlage einschalten, um nachfolgendem Verkehr das Verkehrshindernis klarzumachen.
  • Warnweste anziehen und Fahrzeug zusammen mit anderen Insassen verlassen, um sichere Bereiche hinter der Leitplanke aufzusuchen.
  • Warndreieck in ausreichender Entfernung vor der Pannenstelle hinter dem Fahrzeug aufstellen. Innerorts gelten 50 Meter als Mindestabstand zwischen dem Fahrzeug und Warndreieck. Außerorts sind es 100 und auf Autobahnen sogar 200 Meter. Bei Pannen in Kurvenläufen ist das Warndreieck übrigens vor der Kurveneinfahrt aufzustellen.

Sie haben kein Warndreieck? Dann drohen Ihnen im Pannenfall Bußgelder von bis zu 75 Euro. Im Extremfall müssen Sie sogar mit einem Punkt in Flensburg rechnen. Deshalb lieber ein vorschriftsgemäßes Warndreieck kaufen – so zum Beispiel das Michelin 92402 Warndreieck ECE mit praktischen Kunststoffköchern zur Aufbewahrung.

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Warnleuchte für Schwergewichte

Kraftfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen müssen laut § 53a Absatz 2 Satz 2 StVZO Warnleuchten mitführen. Für alle zulässigen Warnleuchten ist gelbes Blinklicht vorgeschrieben. Darüber hinaus müssen die Leuchten unabhängig von der Lichtanlage Ihres Kraftfahrzeugs betrieben werden. Die separaten Beleuchtungsmittel sind demnach nicht mit dem Fahrzeug verbunden und betreffen speziell lange Kraftfahrzeuge, deren Abmessungen in Dunkelheit besonders schlecht erkennbar sind. Dem nachkommenden Verkehr wird dank Warnleuchte bewusst, dass ein außergewöhnliches Verkehrshindernis auf der Straße liegt. Übrigens: Obwohl Ihnen das Gesetz für Fahrzeuge unter der 3,5 Tonnen-Grenze keine Warnleuchten vorschreibt, ist die Anschaffung auch für Normalfahrzeugführer eine Überlegung wert. Eine Option ist zum Beispiel die Powerflare Akku LED Warnleuchte im vorschriftsmäßigem Orange, die als Warnblitzer inklusive Akku und Ladegerät geliefert wird.

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Dieses Werkzeug hilft bei der Pannenselbsthilfe

Probleme mit den Reifen sind laut ADAC seit Jahren die mit häufigsten Pannenszenarien. Deshalb sollten Sie sich gerade auf Reifenprobleme vorbereiten. Der Reifen platzt, aber die Pannenhelfer lassen sich zu viel Zeit? Pannengründe wie diesen können Sie notfalls selbstständig beheben. Nicht nur ein Ersatzreifen und ein Wagenheber helfen Ihnen in dieser Situation. Das mit wichtigste Accessoire ist ein Drehmomentschlüssel mit folgenden Eigenschaften:

  • Leistungsbereich zwischen 30 und 200 Nm
  • Knarrenkopfgröße 1/2 Zoll
  • Genauigkeit kleiner als +/- 4 Prozent
  • mechanisch auslösend

Wer neben dem Wagenheber und dem Ersatzreifen beispielsweise den Unitec Drehmomentschlüssel mit Nüssen 20809 im Auto hat, spart sich bei geplatzten Reifen viel Zeit und Nerven. Die Radmuttern ohne Drehmomentschlüssel zu lösen, funktioniert notfalls zwar auch. Allerdings müssen Sie ohne das Werkzeug rohe Gewalt aufbringen und beschädigen so mit hoher Sicherheit die Radaufhängung.

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Was Sie bei Unfällen dabeihaben sollten

Vom Schlechtesten wollen Sie als Fahrzeugführer nicht ausgehen. Trotzdem schreibt das Gesetz Vorbereitungen für den Ernstfall vor: genauer gesagt für den Unfall. Neben Verbandskasten kann ein Feuerlöscher im Falle eines Falles nicht schaden. Dasselbe gilt für Notfallhammer und Gurtmesser, mit denen Sie sich und andere Verkehrsteilnehmer aus brenzligen Situationen befreien.

Verbandskasten für den Notfall

Verbandskästen zählen zur obligatorischsten Fahrzeugausstattung. Seit Anfang 2014 gilt für Fahrzeugverbandkästen eine geänderte DIN-Norm. Die DIN 13164 gibt als Bestand des Kastens seitdem

  • ein 14-teiliges Fertigpflasterset
  • ein Verbandpäckchen K und
  • zwei Feuchttücher für Hautreinigungsanliegen

vor. Im Vergleich zur bis dahin gültigen Norm wurde neben dem Verbandpäckchen M das Verbandtuch BR gestrichen. Dasselbe gilt für die vier Stück Wundschnellverbände und die Mullbinden als Alternative zu Fixierbinden. Verbandskästen wie die Leina 73602 Verbandtasche erfüllen die neue DIN 13164 und enthalten zusätzlich eine Rettungsdecke.

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Feuerlöscher in brandgefährlichen Situationen

Laut Prüf- und Sachverständigenorganisation gehen auf Deutschlands Straßen jedes Jahr mehr als 60 000 Fahrzeuge in Flammen auf. In den meisten Fällen gehen Brandszenarien im Auto vom Motorraum aus, von wo aus sie sich in einigen Minuten in den Innenraum ausbreiten. Der Fahrzeugbrand ist für die meisten Autofahrer eines der schlimmsten Szenarien überhaupt. Rückrufaktionen wegen technischer Defekte mit möglichem Brandpotenzial gibt es zur Genüge. Umso brandgefährdeter fühlen sich viele Autofahrer. Feuerlöscher im Auto zu haben, sorgt im Wagen für ein sicheres Gefühl. Der Feuerlöscher sollte wie das Warndreieck und die Warnweste stets griffbereit sein und die DIN EN 3 erfüllen, wie es zum Beispiel der HP-Autozubehör 10151 Auto-Feuerlöscher tut. Idealerweise werden Autolöscher alle zwei Jahre vom Fachmann überprüft. Im Ernstfall unbedingt Ruhe bewahren. Bei allen Brandszenarien an den äußersten Fahrbahnrand fahren, mitsamt aller Insassen aus dem Auto aussteigen und von der Notrufsäule aus die Feuerwehr verständigen. Danach die Motorhaube soweit öffnen, dass sich der Brand mit kurzen Pulverstößen gezielt bekämpfen lässt.

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Notfallhammer & Gurtmesser bei Gefangenheitsszenarien

Eingesperrt im Unfallauto – ein echtes Horrorszenario. Wenn sich Türen nicht mehr öffnen lassen und der Gut nicht mehr gelöst werden kann, sind Sie Situationen wie dem Fahrzeugbrand im Falle eines Unfalls hilflos ausgeliefert. Es sei denn, Sie haben Gurtschneider und Notfallhammer zur Hand. Wichtig ist die griffbereite Aufbewahrung. Ein Gurtschneider im Kofferraum ist relativ unnütz. Idealerweise befestigen Sie entsprechende Accessoires auf der Mittelkonsole oder dem Mitteltunnel, wo Sie die Werkzeuge in Gefangenheitssituationen problemlos erreichen. Normale Hammer erfüllen im Angesicht von Autoscheibensicherheitsglas kaum ihren Sinn. Gute Notfallhämmer für den Wagen sind relativ spitz, um auf der Scheibe Ansatz zu finden. Für Gurtschneider gilt wiederum die Kapselung als Qualitätsmerkmal. In Paniksituationen sollten Sie sich mit dem Gurtmesser nämlich nicht selbst verletzen können. Gut geeignet sind für das beschriebene Szenario Sets wie der Anpro 2 Stück Auto Sicherheitshammer mit Gurtschneider.

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Wenn alles nichts hilft: mit Abschleppstangen leichter abgeschleppt

In bestimmten Situationen geht ums Abschleppen von liegengebliebenen Fahrzeugen kein Weg vorbei. Viele Autobesitzer haben für entsprechende Notfälle ein Seil im Auto. Allerdings bieten Abschleppstangen verglichen mit dem Abschleppseil zahlreiche Vorteile. Der wichtigste Vorteil ist mit Sicherheit das geringere Auffahrrisiko. Die Bremskräfte werden dank der Stange auf den abgeschleppten Wagen übertragen, sodass Kollisionen nahezu unmöglich sind. Wichtig ist beim Kauf die Orientierung an der DIN ISO 5422. Auch das beförderbare Gewicht spielt eine wichtige Rolle. Die Hans Herrmann 42 800 Abschleppstange eignet sich zum Beispiel für Pkws bis 3200 Kilogramm und dürfte damit für die meisten Privatfahrzeuge ausreichen.

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Fazit: Sets können lohnen


Die vorschriftsmäßige Pannen- und Unfallausstattung des Kraftfahrzeugs kann im Extremfall Ihr Leben sowie das Leben Ihrer Fahrzeuginsassen und anderer Verkehrsteilnehmer schützen. Das gilt vor allem für die gesetzlich obligatorische Ausstattung aus Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste. Sets wie die 3in1 KFZ Verbandskasten Kombitasche in Form eines Trios aus Warnweste, Erste Hilfe Set und Warndreieck können sich für Sie preislich lohnen. Dasselbe gilt für Kombinationssets aus Notfallhammer und Gurtmesser. Accessoires wie die letztgenannten gehören zwar nicht zur obligatorischen Fahrzeugausstattung, aber geben Ihnen und Ihren Mitinsassen mit Sicherheit ein besseres Gefühl. Am allerwichtigsten ist und bleibt allerdings das richtige Verhalten in Pannen- und Unfallsituationen. Auch die beste Ausstattung hilft nämlich nichts, solange das Vorgehen nicht stimmt.

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