ADAC Beitrag - besser mit den Engeln fliegen

ADAC Beitrag? Der ist überteuert. Als Kunde zahlt man mit den Beiträgen die Vereinsstruktur inklusive unnützer Zusatzleistungen mit. So hören wir ADAC-Kritiker häufig über die ADAC Beiträge schimpfen. Spätestens seit den Skandalen und den daraufhin aus dem Boden schießenden Neu-Clubs mit günstigeren Angeboten beklagen sich Autoclubmitglieder reihenweise über den ADAC Beitrag. Zeit für einen objektiven ADAC-Tarif-Check: Wir klären auf, inwieweit die Leistungen den ADAC-Beitrag rechtfertigen.

ADAC Beitrag

(Quelle: ADAC)

Ob Motorschaden oder leere Batterie: Wer am Straßenrand liegenbleibt, greift noch vor wenigen Jahren automatisch zur Nummer des ADAC. 19 Millionen Mitglieder trug der größte Automobilclub Europas vor zwei Jahren. Den Gelben Engeln war bis dahin ein himmlisches Monopol zu eigen. Mittlerweile fühlen sich Kunden bei den Gelben Engeln oft alles andere als im Himmel. Ob JimDrive, Mobil in Deutschland, AvD oder ACE: Viele Autoclubs bieten verglichen mit dem ADAC Beitrag günstigere Tarife an. Spätestens seit den ADAC Skandalen fühlen sich Kunden zum Tarifvergleich aufgerufen. Einige davon laufen im Nachgang zu alternativen Autoclubs über. Aber Vorsicht: Dass der ADAC noch immer Marktführer ist, hat seine Gründe. Nicht immer muss es für unzufriedene Kunden gleich ein Autoclubwechsel sein: Auch Tarifwechsel im Hause der Gelben Engel können himmlische Gefühle aufkommen lassen. Der ADAC bietet mittlerweile viele Vertragsmodelle, die sich auf die Situation des einzelnen Mietglieds abstimmen lassen. Ob klassischer Tarif oder ADAC Plus Mitgliedschaft mit weiterführenden Leistungen: Um sich bei den Gelben Engeln himmlisch aufgehoben zu fühlen, müssen Kunden wissen, was hinter den einzelnen Tarifen steckt.

Von Klassik bis Plus - Orientierungskompass zum ADAC Beitrag

Die Rahmenkonditionen des ADAC unterscheiden sich wesentlich von anderen Autoclubs. Nicht jeder ADAC Tarif gewährleistet deutschlandübergreifenden Schutz. Lebenspartner und weitere Familienmitglieder müssen gesondert versichert werden. Der Schutz durch die Gelben Engel entspricht außerdem einem personenbezogenen Schutz und lässt sich nicht ohne Weiteres auf andere übertragen. Ein Hauptunterschied besteht zwischen dem ADAC Beitrag im Klassik und Plus Tarif.

Klassische Tarife des ADAC reichen selten aus

ADAC Klassik gewährt zu einem Beitrag von 49 Euro pro Jahr deutschlandweiten Versicherungsschutz für das einzelne Mitglied. Zu den Leistungen zählen Pannen- und Unfallhilfe, der ADAC Unfall-Notruf 24, die Fahrzeugbergung, die juristische-technische und touristische Beratung sowie das ADAC Vorteilsprogramm mit Angeboten wie Fahrtraining. Wer seinen Partner mitversichern möchte, zahlt im Klassik-Tarif einen ADAC Beitrag von 69 Euro. Ermäßigungen erhalten unter 25-jährige in der Ausbildung und Schwerbehinderte ab GdB 50: Für sie beträgt der jährliche ADAC Beitrag 37 Euro. Der ermäßigte Partnerschutz beläuft sich auf 57 Euro.

ADAC Beitrag Basismitgliedschaft

(Quelle: ADAC)

ADAC Plustarif bietet breiteres Leistungsspektrum

Der Plus Tarif schlägt für Einzelpersonen mit einem jährlichen ADAC Beitrag von 84 Euro zu Buche. Neben allen Leistungen der klassischen ADAC Mitgliedschaft beinhaltet der Plustarif europaweite Pannen- und Unfallhilfe, weltweiten Krankenrücktransport und europaweiten Fahrzeugrücktransport sowie Fahrtkostenbeteiligung, Ersatzteilversand und Unterstützung bei außerplanmäßiger Heimreise. Darüber hinaus sind Unterwegs-Schutz inklusive Unfall-Sofortleistung, Auslandsreisehaftpflicht sowie Reise-Vertrags-Rechtsschutz und ADAC Unfall-Rechtshilfe im Ausland mit inbegriffen. Plusmitgliedschaften plus Partner belaufen sich auf einen jährlichen ADAC Beitrag von 109 Euro. Ermäßigungen für Einzelpersonen entsprechen Beiträgen von 72 Euro im Jahr, wohingegen der ermäßigte Pluspartnertarif bei jährlich 97 Euro liegt.

ADAC Plus Beitrag

(Quelle: ADAC)

Kinder über 18 kosten extra

Minderjährige Kinder sind anders als der eigene Partner automatisch im ADAC Beitrag inbegriffen. Wer im Klassiktarif ein Kind zwischen 18 und 23 Jahren mitversichern möchte, zahlt mit 69 Euro wiederum 20 Euro zusätzlich. Ab zwei volljährigen Kindern steigt der klassische ADAC Beitrag auf 89 Euro. Die jeweiligen Ermäßigungen liegen bei 57 und 77 Euro. Im Plustarif kostet der Schutz für Einzelpersonen mit einem volljährigen Sprössling sogar 109,00 Euro und erhöht sich bei mehreren Kindern über 18 auf 134 Euro. Die jeweils ermäßigten ADAC Beiträge liegen in diesem Fall bei 97 und 122 Euro.

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Seit 2014 gelten individualisierte ADAC Tarife für den Nachwuchs

Individualisierung ist im 21. Jahrhundert alles. Auch den Bereich der Automobilclubs hat der Wunsch danach nicht unberührt gelassen. Autoclubs wie JimDrive oder Mobil in Deutschland bieten Tarife an, die sich eng an der persönlichen Situation ihrer Mitglieder orientieren. Im Jahr 2014 hat auch der ADAC nachgezogen: Auf die ebenfalls 2014 vorgenommenen Erhöhungen in Sachen ADAC Beitrag reagierten viele Kunden daraufhin mit einem Wechsel in die neuen Tarifmodelle, um mehr aus ihrem ADAC Beitrag herauszuholen und zukünftig besser mit den Engeln zu fliegen.

ADAC Beitrag wird für Fahreinsteiger billiger

Getreu dem Motto Jugend ist Zukunft wenden sich die Gelben Engel mit dem Modell ADAC Young Generation erstmals an die junge Generation. Fahreinsteiger zwischen 0 und 23 Jahren sowie Führerscheinneulinge bis 23 Jahre profitieren ebenso viel von einem ermäßigten ADAC Beitrag wie gleichaltrige Mitreisende. Im ersten Jahr werden Führerscheinneulinge gratis von den Engeln beschützt. Erst im zweiten Jahr wechseln sie zu einem entsprechenden Folgetarif. Mitglieder zwischen 18 und 23 Jahren zahlen dank Young Generation außerdem einen ermäßigten ADAC Beitrag von 24 Euro pro Jahr. Dem begrenzten Budget in jungen Jahren wird der ADAC Beitrag durch diese Anpassungen erstmals gerecht.

ADAC Beitrag für Fahreinsteiger

(Quelle: ADAC)

Individualisierungen für den ADAC Beitrag finden mittlerweile online statt

Neu-Clubs wie JimDrive machen es vor: Die Branche der Automobilclubs erreicht langsam aber sicher das Digital- und Technologiezeitalter. Um Mitgliedern den Beitritt und Tarifwechsel zu erleichtern, spielt sich heutzutage nahezu alles in den Online Sphären ab. Als alteingesessener Traditionsclub hat sich der ADAC dieser Umstellung lange verweigert. Mittlerweile bietet der größte Automobilclub Europas seinen Mitgliedern allerdings die Onlineverwaltung ihrer ADAC Mitgliedschaft an. In den Sphären des World Wide Web lassen sich beispielsweise Kinder oder Partner zu einer bestehenden Mitgliedschaft hinzufügen. Der ADAC Beitrag lässt sich damit online individualisieren und per einzelnem Mausklick an sich verändernde Lebensumstände anpassen.

Fazit: ADAC Beitrag muss nicht unnötig ins Geld gehen

2014 hat sich der ADAC Beitrag trotz gleichbleibender Leistungen um ganze 15 Prozent erhöht. Der ADAC reagiert mittlerweile aber immer deutlicher auf die Kritik an zu hohen Beiträgen. Wer seinen Tarif mit Bedacht wählt, zahlt keinen übertrieben hohen ADAC Beitrag ohne Individualisierungsmöglichkeit mehr. Lernt ein ADAC Mitglied beispielsweise einen ebenfalls bei den Gelben Engeln versicherten Partner kennen, so lassen sich die beiden Konten per Online-Antrag zusammenführen. Entgegenkommende Sparmöglichkeiten wie diese bieten sich außerdem mit dem Tarif Young Generation. Die Kritik am ADAC Beitrag ist in Anbetracht der umfangreichen Leistungen nur bedingt gerechtfertigt. Ist ein ADAC Tarif wirklich teuer, dann ist es der Klassik Tarif. Der Plustarif besitzt dafür ein wesentlich besseres Preisleistungsverhältnis. Wer allerdings keine Fahrtrainings besucht, auf das Vereinsmagazin gerne verzichten würde und sämtliche Zusatzleistungen des Autoclubs ablehnt, der darf sich zu Recht über den ADAC Beitrag beschweren. Alles aus den Gelben Engeln herauszuholen; heißt, die im ADAC Beitrag inbegriffenen Gratisleistungen zu nutzen. Wer das nicht vorhat, verzichtet lieber auf den ADAC Beitrag und sucht sich stattdessen einen stark individuellen Tarif bei Anbietern wie JimDrive.