Autopanne - diese zehn Pannenursachen sind die häufigsten

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Blog: Autopanne - diese zehn Pannenursachen sind die häufigsten

Es war einmal auf der Schnellstraße. Die Warnlampen leuchten, als wäre Ihr Auto Las Vegas. Der Motor meldet sich lautstark zu Wort, als wolle er die Unachtsamkeit des Fahrers beklagen. An der nächsten Straßenecke der Super-Gau: Ein Rattern, ein Blinken und der Wagen ist liegen geblieben. Dann mal los: Warnblinkanlage angeschaltet, Warnweste übergestreift, Warndreieck aufgestellt und einen Notruf beim Automobilclub abgesetzt. Wie es sich für einen Profi gehört, erkennt der die Pannenursache zügig. Am häufigsten ist es eine aus den folgenden zehn.

Marderschaden - Kabeldefekte als Pannenursache

Bei Nacht steigen Sie in Ihr Auto und sehen ein wendiges Wesen aus der Motorhaube hüpfen. Marderalarm! Der hohe Spieltrieb der Raubtiere lässt sie im Motorraum regelmäßig Schäden anrichten. Angenagte oder sogar durchgebissene Kabel sind dermaßen verbreitet, dass ihnen der zehnte Platz unter den häufigsten Pannenursachen zukommt. Die Reparaturen, die in Deutschland jährlich wegen Marderschäden anfallen, bewegen sich sogar in Millionenhöhe.

Überhitzt - Pannengrund leeres Kühlwasser

Kann mit dem Marder in Zusammenhang stehen, muss es aber nicht: Die Temperaturanzeige Ihres Wagens steigt und der Auspuff beginnt hell zu qualmen. Die Ursache: Leeres Kühlwasser. Weil die Flüssigkeit den Motor vor Überhitzung schützt, kann eine Kühlwasserpanne sogar einen Komplettschaden des Motors verursachen. Poröse oder gerissene Verbindungsschläuche sind häufigster Grund für leere Kühlwasserbehälter. Etwas seltener ist der Behälter selbst beschädigt. Checken Sie die Temperaturanzeige und den Kühlwasserstand daher regelmäßig und verhindern Sie im Winter durch Frostschutzzugabe, dass das Wasser einfriert. So kommt es gar nicht erst zur Panne, weil Sie Kühlwasserverluste bemerken, bevor es brenzlig wird.

Treibstofflos - leerer Tank als Pannenursache

Unangenehm, aber wahr: Dass der Fahrer die sinkende Benzinanzeige ignoriert, führt in Deutschland täglich noch immer zu Hunderten Autopannen. Grund hierfür mögen die stetig steigenden Benzinpreise sein. Die Rechnung "Spätes Tanken = Geldersparnis" geht aber kaum auf. Frühzeitig tanken spart nicht nur Peinlichkeit, Zeit und Ärger, sondern im Nachhinein auch Geld, denn auf Autobahnpannen wegen leerem Tank liegt ein Bußgeld. Für Dieselbesitzer kommen zu diesem Betrag sogar noch Entlüftungskosten hinzu.

Technologieprobleme - wie Elektronikschäden Autos lahm legen

Oh, so angenehm lebt es sich im Technologiezeitalter. Mit Einparkhilfen und Co gestaltet die moderne Technologie heute auch das Autofahren einfacher. Von der oft thematisierten Kahrseite der technologischen Medaille ist im Auto solange keine Rede, bis die ganze Elektronik den Wagen lahm legt. Das kommt bei dem Übermaß von High-Tech-Accessoires heute nicht mal selten vor. Streikende Elektronik ist zur siebt häufigsten Pannenursache geworden und elektronische Fehler auszulesen, kann mitunter ins Geld gehen. Daher mit den Accessoires nicht übertreiben. Früher kam das Auto schließlich auch ohne High Technology aus.

Übertragungsfehler - so stoppen Keilriemenpannen die Fahrt

Wer nicht mehr alle Riemchen am Motor hat, hat ein nicht zu unterschätzendes Problem. Ausfälle sind damit vorprogrammiert. Das gilt vor allem bei einem locker sitzenden oder andersweitig defekten Keilriemen. Von der Lichtmaschine bis hin zur Hydraulik kann ein Keilriemenschaden am Auto so gut wie alles lahm legen. Der Riemen ist für die Übertragung der Motorkraft zuständig. Dass eine Keilriemenpanne die Fahrt stoppt, liegt in den Top 10 der Autopannen daher auf einem sagenhaften Platz 6.

Anlasserprobleme - Schäden an der Zündanlage als Pannenursache

Schnurrt nicht mehr, wie ein Kätzchen, sondern stottert, wie ein schüchterner Junge beim ersten Date? Ein orgelndes Stottergeräusch beim Anlassen des Motors und ruckelnde Bewegungen bei der Fahrt sind Erstsymptome für Schäden an der Zündanlage. Anlasserprobleme sind in Deutschland Pannenursache Nummer fünf. Bei Stottern und Ruckeln daher Zündkerzen checken lassen, damit Sie in naher Zukunft nicht liegen bleiben.

Stromausfall - Energiepanne durch defekte Lichtmaschine

Wenn der Strom ausfällt, herrscht Ausnahmezustand. So wie das für die Welt an sich gilt, gilt es auch für das Auto. Für Energiepannen im Wagen gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist eine defekte Lichtmaschine, denn die ist für die Stromproduktion im Auto zuständig. Mit defekten Lichtmaschinen oftmals verbunden und unter den Pannen-Top-10 noch einen Platz weiter vorne stehen Batterieprobleme.

Ladungslos - Autopannen durch leere Batterie

Wie viele Batterien jährlich wohl unter dem Weihnachtsbaum liegen? Gerade im Winter gibt die Autobatterie regelmäßig den Geist auf, was nicht zuletzt dem winterlichen Heizgeschehen zuzurechnen ist. Probleme mit der Starterbatterie galten jahrelang als häufigste Pannenursache überhaupt, haben sich 2014 aber auf Platz 3 verabschiedet. Keine Angst: Solange der Akku nicht hinüber ist und nur eine Überlast die Batterieprobleme verursacht, reicht Laden in der Regel aus.

Autotod - Komplettstillstand durch Motorschäden

Für jeden Autoliebhaber der schlimmste Horrorfilm: Ein Knacksen im Motorraum, weißer Rauch befreit sich aus der Motorhaube und der Komplettstillstand setzt ein. Unter den häufigsten Pannenursachen schrammt dieses Horror-Szenario Nummer nur knapp am ersten Rang vorbei. Die Angst vor Motorschäden ist daher weniger irreal, als berechtigt. Um die Panik zu bekämpfen, füllen Sie regelmäßig Motoröl auf und lassen Sie den Motor bei Störgeräuschen kontrollieren.

Reifen-Defekte sind Deutschlands Autopanne Nummer 1

Das Auto zieht in eine Richtung, Gegenlenken lässt sich nur mit Mühe und plötzlich hören Sie ein schepperndes oder schleifendes Geräusch. Um die Felgen zu schützen, ist Weiterfahren ausgeschlossen. Sofort ran fahren, denn Sie sind wahrscheinlich Opfer von Deutschlands häufigster Pannenursache: Dem Reifen-Defekt. Dass die Reifen-Autopanne die häufigste ist, kommt etwas überraschend, denn völlig überraschend kommt es meist nicht zu Reifen-Defekten. Überprüfen Sie zur Vorbeugung regelmäßig den Reifendruck und beobachten Sie Luftverluste achtsam. Einem plötzlich geplatzten Reifen können Sie so nicht vorbeugen, dafür aber einer Panne durch schleichenden Reifenverschleiß.

Fazit

Schön zu wissen: Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie diesen zehn häufigsten Pannenursachen durch regelmäßige Check-Ups und achtsame Beobachtung entgehen, ist relativ hoch. Sollte es entgegen aller Erwartungen doch passieren, dann kann Ihnen Ihre Mitgliedschaft im Automobilclub den Tag retten und Sie fahren im Handumdrehen wieder glücklich und zufrieden auf der Schnellstraße. Ende gut, alles gut.

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